Großes Zent

Auf einen Blick

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Das heutige überwiegend mit Fichten aufgeforstete Waldgebiet nordöstlich von Swisttal-Heimerzheim war früher ein sumpfiges Wald- und Ödland auf dem Villerücken und wurde gemeinschaftlich als Weideland ("Mehrdörfer Allmende") und zur Holzgewinnung genutzt.

Das heutige überwiegend mit Fichten aufgeforstete Waldgebiet nordöstlich von Swisttal-Heimerzheim war früher ein sumpfiges Wald- und Ödland auf dem Villerücken und wurde gemeinschaftlich als Weideland ("Mehrdörfer Allmende") und zur Holzgewinnung genutzt.
Im Jahre 1910 wurde das Gebiet in den Erläuterungen zur geologischen Karte von Preußen wie folgt beschrieben: „Das Große Zent ist ein Gebiet intensiver Humusbildung, die hier auf Grauerde deshalb vor sich gehen konnte, weil die im Untergrund auftretenden Schotter der Hauptterrasse durch Eisenhydroxid verkittet sind und daher jeder Wasserabfluss nach der Tiefe fehlt.“
Ursprünglich war das Große Zent bodenkundlich für Nordrhein-Westfalen ein in dieser Ausbildung einmaliges Gebiet extrem staunasser Stagnogleye und Anmoorbildungen auf Hochflächen. Es war die letzte Fläche im Bereich der Ville, die aufgrund von starken Vernässungen die Profilbildung von Stagnogleyen mit anmooriger Auflage zeigte.

1917 und nach 1950 wurden Drainageröhren verlegt, die das Wasser über große Schlinggruben durch die wasserstauenden Bodenschichten in die tiefergelegenen Kies- und Schottermassen ableiteten.

In Folge dieser sog. Meliorationsmaßnahmen wurde die natürliche Bodenentwicklung soweit gestört, dass heute durch die starke Drainierung des Gebietes sowie durch ein enges Grabensystem und mehrere Entwässerungsschachtbrunnen keine Stagnogleybildung im „Zent“ mehr nachweisbar ist.
Als Folge dieser Bodenveränderungen konnte eine systematische Aufforstung
– vor allem mit Fichte – erfolgen.
Heute gibt es nur noch kleine erhaltenswerte staunasse Restflächen.

Auf der Karte

Großes Zent
Breite Allee
53332 Bornheim
Deutschland

Allgemeine Informationen

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