Informationen für Gastgeber

Servicebroschüre für Gastgeber

Unsere Serviceinformation bietet Ihnen einen Überblick über die touristischen Organisationen und deren Angebot für Leistungsträger.

Informationen zu den Sehenswürdigkeiten in der Region können Sie unseren Broschüren entnehmen, die wir Ihnen gerne - auch für Ihre Gäste - kostenlos zur Verfügung stellen.

Irreführende Werbung bei "Von ... bis"-Preisen

  • Eine Internet-Werbemaßnahme für Hotelzimmer unter Preisangaben mit einer Unter- und Obergrenze ("Von…..bis"-Preise, Margenpreise) ist grundsätzlich zulässig. Die Preiswerbung ist jedoch dann irreführend, wenn bei einem 55 Zimmer umfassenden Hotel in der untersten Preiskategorie tatsächlich jeweils nur ein Zimmer pro Zimmertyp zur Verfügung steht.
  • Nach § 1 Abs. 1 S. 1 Preisangabenverordnung ist der Anbieter von Waren und Dienstleistungen bei der Werbung mit Preisen verpflichtet, den Endpreis zu nennen. Diese Verpflichtung ist nicht erfüllt, wenn in einer Internetseite eines Hotels für die dort angebotenen Zimmer Preismargen angegeben werden und nicht dargelegt wird, in welcher Höhe Zusatzkosten oder sonst wertgestaltende Merkmale in den Beherbergungspreis einfließen. In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte der Hotelier auf seiner Internetseite mit Zimmerpreisen unterteilt nach Vor-/Nachsaison, Zwischen- und Hauptsaison bzw. Einzelzimmer, Doppelzimmer, Junior-Suite und Suite geworben. Endpeise wurden nicht genannt, vielmehr wurde dem Verbraucher eine Preisspanne von…..bis mitgeteilt, innerhalb derer Zimmer gebucht werden können. Eine nähere Aufschlüsselung der Preismargen erfolgte auch nicht unter dem Menüpunkt „Anfrage“ oder „Reservierung“. Der Endpreis wurde dem Kunden erst aufgrund einer konkreten Reservierungsanfrage vom Hotel mitgeteilt.
    Nach dem Zweck der Preisangabenverordnung soll jedoch der Verbraucher bei der Preiswerbung für ein konkretes Angebot Klarheit über die Preise und deren Gestaltung erhalten. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass der Verbraucher seine Preisvorstellungen anhand untereinander nicht vergleichbarer Preise gewinnen muss.
  • Demgegenüber sind bei der Preiswerbung in einem Gastgeberverzeichnis „von…..bis-Preise“ bzw. „ab-Preise“ ohne nähere Erläuterungen zu den Preisbestandteilen grundsätzlich zulässig, wenn die Preisangabe lediglich ein Orientierungshinweis auf ein noch unbestimmtes Angebot darstellt.
    Urteil des OLG Schleswig 8.5.2007, Az: 6 U 73/06

Abmahnung wegen Endreinigung

Abmahnung wegen Endreinigung, Anbieterkennzeichnung bei Internetangeboten

1. Das Landgericht München I hat einer Unterlassungsklage der Zentrale zur Bekämpfung des Unlauteren Wettbewerbs stattgegeben und dem beklagten Vermieter einer Ferienwohnung auferlegt, es zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr (im konkreten Fall Werbung im Internet) für eine Ferienwohnung mit Preisen zu werben, die die Kosten für eine obligatorische Endreinigung nicht enthalten. (Gebot der Endpreisangabe).
2. Ferner muss die Internetwerbung für eine Ferienwohnung eine Anbieterkennzeichnung enthalten. Der Internetanbieter muss auf seiner Internetseite für den Nutzer leicht erkennbar einen Hinweis auf Vor- und Zunamen sowie die Anschrift des Anbieters bereithalten.

Bei Verletzung der vorgenannten Obliegenheiten hat das Gericht den Vermieter zur Zahlung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro verurteilt.
Urteil des LG München I vom 11. November 2010, Az: 33 O 17457/10

Internetnutzung Gäste

WLAN-Gesetz: Störerhaftung abgeschafft  

Der Bundesrat hat am 22. September grünes Licht für das vom Bundestag bereits verabschiedete nachgebesserte Telemediengesetz gegeben. Es beendet die sogenannte Störerhaftung für Anbieter öffentlichen Internets. WLAN-Anbieter sollen demnach nicht mehr dafür haften müssen, wenn Nutzer illegale Inhalte herunterladen oder ins Netz stellen. Vermieter von Ferienunterkünften können also einen unverschlüsselten Internetzugang anbieten, ohne für etwaige Rechtsverstöße der Gäste abgemahnt zu werden. Eine Verschlüsselung ist nicht mehr notwendig. Auf freiwilliger Basis dürfen die Anbieter aber Nutzer registrieren oder ein Passwort für den WLAN-Zugang verlangen. Bei Urheberrechtsverletzungen kann der Rechteinhaber in bestimmten Fällen vom WLAN-Anbieter verlangen, technische Maßnahmen zu ergreifen, damit konkrete Inhalte nicht mehr aufgerufen werden können, z. B. durch Sperrung einzelner Internetseiten. Die neue Regelung tritt am Tage nach der Verkündung im Bundesanzeiger in Kraft.
 

 

 

Wettbewerbswidrige Sternewerbung

Gericht untersagt Vermieter die wettbewerbswidrige Werbung mit Klassifizierungssternen

Die Wettbewerbszentrale hat erfolgreich gegen einen Anbieter von Ferienwohnungen geklagt, der im Internet sein gesamtes Haus mit mehreren Ferienwohnungen mit 4 Sternen beworben hatte, obwohl nur eine Wohnung an der DTV-Klassifizierung teilgenommen und mit 4 Sternen ausgezeichnet worden war. Der Anbieter hatte die Sternesymbole unmittelbar neben dem Hausnamen platziert. Dies stellt nach Ansicht des Gerichts eine wettbewerbswidrige Werbung dar.
Das Gericht untersagte dem Anbieter unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, die Werbung mit einer Sternenauszeichnung für das gesamte Haus, sofern nicht für sämtliche zum Haus gehörenden Ferienwohnungen eine gültige Klassifizierung (mit 4 Sternen) nach den Kriterien des Deutschen Tourismusverbandes e.V. vorliegt.
Urteil des Landgerichts Rostock vom 14. September 2011, AZ: 5 HK O 62/11

Das Urteil des LG Rostock bestätigt den vom DTV vertretenen Grundsatz der sogenannten objektbezogenen Werbung. Danach ist der Vermieter verpflichtet, nur die tatsächlich klassifizierten Objekte mit Klassifizierungs-Sternen zu kennzeichnen und die Sterne so zu positionieren, dass eine deutliche Unterscheidung zwischen nichtklassifizierten Objekten und nicht bewerteten Betriebsteilen und den klassifizierten Objekten möglich ist. Ein Verstoß gegen diesen Grundsatz und damit eine wettbewerbswidrige Werbung liegt insbesondere dann vor, wenn die Klassifizierungssterne so platziert sind, dass für den Gast der Eindruck entsteht, es handele sich um ein 4-Sternehaus, obwohl nur für eine oder einen Teil der angebotenen Unterkünfte eine gültige Sterneklassifizierung vorliegt.