Kirchen und Kapellen in Meckenheim

St. Petrus in Lüftelberg

Romanischen Saalkirche St. Peter und St. Lüfthildis im Wallfahrtsort Meckenheim-Lüftelberg. Ehemalige Eigenkirche der Burg Lüftelberg aus dem 12/13. Jh. Sehenswert: romanisches Taufbecken, Wandtabernakel, Triumphkreuz, Pieta und Bildertafel zum Leben der heiligen Lüfthildis.

St. Johannes der Täufer in Meckenheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die älteste Nachricht über eine Kirche in Meckenheim stammt aus dem Jahr 1131. Papst Innozenz II. bestätigte in diesem Jahr dem Bonner Cassiusstift seinen gesamten Besitz, einschließlich der Kirche und des Zehnt in Meckenheim. Die Kirche ist auf Grund und Boden des Stiftes erbaut worden. Das Patrozinium des heiligen Johannes des Täufers ist bereits seit dem 8. und 9. Jahrhundert bei rheinischen Kirchen üblich.1889 wurde ein von den Bonner Architekten Becker und Böhm geplanter neugotischer Neubau errichtet, da die alte romanische zweischiffige Kirche für die gewachsene Einwohnerzahl zu klein geworden war. Von dieser sind heute neben dem Westturm nur noch eine Statue des Hl. Johannes des Täufers aus dem 18. Jahrhundert sowie eine Darstellung des Hl. Sebastian erhalten.Die dreischiffige Pfeilerbasilika mit Kreuzgratgewölbe besitzt jeweils fünf Spitzbogenfenster mit moderner Fensterverglasung auf den Längsseiten, die von tiefen Spitzbogennischen überfangen sind. 1973-76 wurde die Kirche um einen Querhausarm und den Chor erweitert. Die Spitzbogenfenster des halbrunden Umgangschors sind dem 19. Jahrhundert angeglichen. Der Westturm mit einem verputzten Trachytsockel und dem geschweiften Trachytgewände des Eingangsportals hat auf jeder Seite eine spitzbogige Schallarkade sowie ein spitzes verschiefertes Helmdach. Im Langhaus sind Strebepfeiler am Längsschiff und am Stufenchor zu sehen. Die Spitzbogennischen auf den Stirnseiten des Seitenschiffes steigen zum Turm hin an. Auf der Südseite des Turmes befindet sich ein polygonaler kleiner Treppenturm.Das Innere ist mit einem neugotischen Eichengestühl ausgestattet; der Kreuzgang in neugotischer Holzfassung. Der zeitgenössische neugotische Orgelprospekt und die Empore sind von Betonplatten unterfangen. Aus dem Jahr 1900 stammt die Klais-Orgel. An der Nordwand des Chores ist eine Inschrifttafel mit Chronogramm aus der Erbauungszeit 1899 und der Angabe der Erweiterung 1973-76 angebracht. In den Westturm sind die Reste eines Grabkreuzes aus Trachyt eingelassen, dessen Darstellung unkenntlich ist. Beim Abbruch des Vorgängerbaus wurde in der Wand des Langhauses ein römischer Weihestein entdeckt, den Marcus Pompeius Paternus den "Fernovinischen Matronen" weihte. Das Original befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Eine Kopie ist südlich des Turms in die Pflasterung eingefügt.

Merler Dom

Viele Jahrhunderte hatte Merl keine eigene Kirche. Die kleine Gemeinde wurde vom Pfarrer von Meckenheim betreut. Das Ende des 16. Jahrhunderts in Merl lebende kinderlose Ehepaar Michael und Anna Wüllens ließen eine Kapelle bauen, die 1899 abgerissen wurde. Am 10. Juni 1900 wurde die neue Kapelle St. Michael, die man nach den Plänen des Architekten A. Becker aus Bonn errichtet hat und die im Volksmund den Spitznamen „Merler Dom“ trägt, feierlich eingeweiht. Von der originalen Ausstattung der Kirche, zu der viele Stifter beigetragen haben, sind neben dem Altar auch die schönen Fenster von 1900 erhalten. Sie zeigen im Chor Abbildungen der Heiligen Familie und des Hl. Michael. Im Jahr 1990 erhielt die Kapelle eine von der Firma Klais erbaute Orgel.

St. Jakobus der Ältere in Ersdorf