Wolfsburg

Die Wolfsburg geht auf die Herren von Wolf zu Bergheimerdorf zurück, die von Johann von Wevelinghoven Grund und Boden zu Roisdorf kauften, worauf sie um 1440 die nach ihnen benannte Burg erbauten.

Der heutige Bau entstand erst 1626. Die Wolfsburg war früher ganz von Wasser eingeschlossen, so dass man nur über eine Brücke in den Hof und das Wohnhaus gelangen konnte. Die Teiche sind später zugeschüttet worden.

Im 18. Jahrhundert nach dem Tod des letzten von Wolf, ging der freiadelige Rittersitz an den Freiherrn Walbott von Bassenheim, seit 1630 Inhaber der Herrschaft Bornheim, über.

Von ihnen stammt das Herrenhaus der heutigen Burg, das vermutlich kurz nach 1716 erbaut wurde und über dem Eingang das Ehewappen Walbott-Wolff-Metternich trägt.

Nach Erbstreitigkeiten in den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhundert erwarb der Kölner Grundstücksmakler Wilhelm Butte die Wolfsburg.

Ihm folgte 1826 Gerhard Freiherr von Carnap. Als zeitweiliger Inhaber des Roisdorfer Mineralbrunnens hatte er die Idee, aus Roisdorf einen Kurort zu machen. Er pachtete das umliegende Gelände rings um den Roisdorfer Brunnen, legte Wege und Alleen an. Die Wolfsburg wurde Gast- und Erholungsstätte für anreisende Kurgäste. Ernst Moritz Arndt und der spätere König Friedrich Wilhelm IV. waren Gäste der Wolfsburg. Von Carnap verlor die Lust am Kurbetrieb. Um die Wolfsburg wurde es still. Ein Grundstück nach dem anderen wurde zum Verkauf angeboten und der Besitz immer kleiner.

1861 wurde die seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Roisdorf begüterte Kölner Familie von Wittgenstein Besitzer der Wolfsburg, verkaufte sie aber bereits 1888 an den bisherigen Pächter, den Landwirt und Ortsvorsteher Wilhelm Rech, in dessen Familie sie sich bis heute befindet.

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