Weiße Burg

Sechtem wird im Jahre 1113 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname „Sephteme“ ist auf die römerzeitliche Form des Siedlungsnamens „ad Septimam leugam“ (Straßenstation an der siebten Leuge der römischen Straßen von Köln-Alteburg über Wesseling nach Trier) zurück zu führen. Sechtem ein Rundlingsdorf auf römischer Siedlung. Die Kaiserstraße, sowie die Graue Burgstraße sind noch Bestandteile dieser Zeit.

Die Weiße Burg, bereits im 11. Jahrhundert errichtet, wird urkundlich 1472 als Besitz der Frau von Dersdorf aus dem Geschlecht der Herren Beissel von Gymnich erstmals erwähnt. 1492 ist Wilhelm von Effern Besitzer. Während der zwei Jahrhunderte des Besitztums kam durch die Lage inmitten saftiger Wiesen und Weiden der Name Wisseburg (=Wiesenburg) auf.

Spätere Besitzer war der Erzbischof und Kurfürst von Trier Karl Kaspar Graf von der Leyen, gebürtig auf Burg Adendorf. Dieser veräußerte die Burg an Herrn von Meyerhofen, 1687 vererbte sich die Burg an Johann Peter von Krane. Nach häufigem Besitzwechsel erwarb 1906 der Gutsbesitzer Peter Bollig vom benachbarten Ophof die Weiße Burg. Das heutige Burghaus, um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil eines italienischen Landhauses erneuert, entspricht durch den weißen Außenanstrich seinem Namen. Teile der alten Bausubstanz zeigt nur noch der hohe neoromanische Torturm, erbaut 1846, der an der Seite zum Binnenhof das Alliancewappen von Merode-Frenz/von Nesselrode zeigt, dessen Schildinhalt man wohl 1816 entfernt hat, bevor die Weiße Burg durch Schenkungsvermächtnis in bürgerlichen Besitz überging. Die Weiße Burg ist heute im Besitz der Familie Zilliken.

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