Haus Rankenberg

Im Mittelalter stand der Hof Rankenberg in Lehensabhängigkeit der Freiherren Waldbott zu Bassenheim-Bornheim, die auf Burg Bornheim residierten. Bis zum Beginn des 19. Jahrhundert besaßen die jeweiligen Burgherren zu Bornheim das Gut Rankenberg. Durch Familienstreitigkeiten um das Erbe verarmte die Familie und schritt zum Verkauf aller Bornheimer und den umliegenden Besitzungen. Max Friedrich Freiherr von Waldbott-Bassenheim war vorläufig der letzte Burgherr, der auch Rankenberg sein eigen nannte.

1826 erwirbt Gerhard Freiherr von Carnap, neuer Eigentümer von Burg Bornheim, das Gut auf dem Rankenberg. Den größten Teil der dazu gehörigen Ländereien verpachtet er an Bauern aus Dersdorf und Brenig. Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet Emil von Hagen als Pächter den Hof, auf dem er auch eine kleine Zigarrenfabrik einrichtete. 1855 war Gerhard von Carnap so hoch verschuldet, daß er seine Besitzungen, also auch den Rankenberg, veräußern musste.

Im Jahre 1860 erfolgte der entscheidende Besitzerwechsel. Nunmehr erwarb Freiherr Philipp von Kempis den Hof – die Herren von Kempis entstammten einer Familie, die seit etwa 1500 in Bonn, Brühl und Umgebung mit viel Land- und Walbesitz im Vorgebirge ansässig war und in kurfürstlicher Zeit hohe Bedienstete des Kurfürsten stellten. Der Stammsitz der Familie war seit 1820 Burg Kendenich bei Hürth. Burg Kendenich war Vorbild für ein neu zu errichtendes Domizil im Vorgebirge. 1897/98 wurde Haus Rankenberg von Grund auf neu gebaut. Die alten Hofgebäude sowie die Villa wurden abgerissen. Nur wenige Gebäudereste wurden in den Neubau integriert. Der Gesamtbaukörper ist barock. Auch heute noch befindet sich Haus Rankenberg im Besitz der Familie von Kempis.

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