Der Jakobsweg

Im Mittelalter pilgerten viele Menschen durch das Mittelrheintal nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien. Bonn war selbst ein berühmtes Wallfahrtsziel und lag am Kreuzungspunkt alter Pilgerstraßen. Der exakte Verlauf dieser alten Pilgerwege lässt sich zwar nicht immer eindeutig identifizieren, aber anhand der Bauwerke und der Pilgerziele kann man heute die Wege in Europa wenigstens in den großen Linien nachzeichnen. Mit der Eröffnung des Linksrheinischen Jakobsweges im April 2013 konnte eine Lücke im deutschen Jakobswegenetz geschlossen werden.
Zur Wiederbelebung dieses alten rheinischen Jakobsweges zwischen Köln und Bingen wurde ein Wegkonzept ausgearbeitet, das die heute verkehrsreichen Talstraßen meidet und stattdessen die vorhandenen Höhenwege benutzt. Der Linksrheinische Jakobsweg wurde auf einer Länge von rund 240 km komplett markiert und kann ohne zusätzliches Kartenmaterial begangen werden. Das Wegzeichen ist das inzwischen in ganz Europa gültige Symbol der stilisierten gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund. Die zusammenlaufenden Rippen der Jakobs-muschel geben dabei die Wegrichtung an.
 

Wegbeschreibung

Der Jakobsweg nimmt in der Region folgenden Verlauf:
Der Weg führt von Bonn  parallel zum Rheinhöhenweg  über den Venusberg, den „Klüttenweg“ nach Bad Godesberg und auf der Marienforster Promenade zum Kloster Marienforst. Weiter geht es durch den Wald hinter dem Heiderhof zum Waldfriedhof, über den Wittgesbach an Ließem vorbei zum „Cäcilienheidgen“ und zum Ließemer Heiligenhäuschen; von  dort erfolgt der Abstieg nach Niederbachem und quer durch den Ort führt die Wanderstrecke hinauf zum Rodderberg und weiter über die Landesgrenze NRW/Rheinland-Pfalz in Richtung Rolandsbogen.